
Berender Redder, Schleswig, 2008
Ideenwettbewerb/ Gutachterverfahren (2.Platz)
Auslober: Stadt Schleswig
Auszug Erläuterungsbericht:Bauen mit der LandschaftMäandrierende Grünzungen und wellenförmige Straßen verschränken sich kreuzungsfrei wie zwei Hände. Die Erschließung schmiegt sich an die vorhandene Topografie und einen vorhandenen Knick. Die Haupterschließung läuft entlang dieses markanten Landschaftselements, die Wohnstraßen der ersten Bauabschnitte laufen hangabwärts in Richtung Bachaue.
Diese einfache, klare Erschließungsstruktur sorgt für eine konsequente Trennung von Fahrerschließung und Fuß- und Radwegen.
Identität und OrientierungJede Straße erhält ein eigenes Gesicht und "ihren" Baum: alte Apfelsorten und Kirschbäume. Die Straßenräume "atmen": sie weiten und verengen sich. Es bilden sich kleine individuelle Plätze und im Gegensatz dazu schmale Durchfahrten und Übergänge zu den nächsten Nachbarschaften.
Für Kleinkinder ergeben sich dadurch überschaubare Nachbarschaften, später können sie über die weitläufigen Grünräume gefahrlos neue Eroberungen machen.
Überschaubare NachbarschaftenJe 10 - 22 Häuser bilden eine Nachbarschaft. Das Erschließungsmodell erlaubt eine hohe Flexibilität in der Bebauungsdichte, ohne die städtebaulichen Grundlinien zu verändern. Unterschiedliche Grundstücks- und Hausgrößen und differenzierte Haustypen können realisiert werden.
“Zur Erziehung eines Kindes braucht es ein ganzes Dorf ” . Es soll kein neues Einfamilienhausghetto mit alleinbleibenden alt werdenden Eltern entstehen. Mehrgenerationenhäuser und Seniorenwohnungen werden von Anfang an mitgeplant, um Umzüge innerhalb der Nachbarschaft zu ermöglichen und damit ein dauerhaft lebendiges Quartier zu schaffen.
Projektdaten:Wettbewerbsgebiet: 37 ha
Baugrundstücke: 17,5 ha
330-400 Baugrundstücke (durchschnittliche Größe: 600 m2)
Projektpartner:Ralph Schenkenberger, Stadtplaner
Sven Andresen, Landschaftsarchitekt
Mitarbeiter:
Milan Arp
DOWNLOAD PROJEKTBLATT