Haus der offenen Tür, Lübeck-Kücknitz, 2008
Gutachterverfahren, 1. Platz
Auslober: Ev.-luth. Kirche Kücknitz
Projektdaten:
Umbau der Alten Post zum Gemeindezentrum der Kirchengemeinde St. Johannes
NGF: 1.545 m2
Projektpartner:
Andreas Werning, Landschaftsarchitekt
Cornelius Back, Beratung Statik und Bauphysik
HT Concept, Haustechnikplanung
Mitarbeiter:Sandra Schober, Matthias Walther
Haus der offenen Tür (Auzug Erläuterungstext) Identität und OrientierungEin großzügiger Eingangsplatz, ein verglastes Cafe “Treffpunkt” und ein transparentes Foyer empfangen die Besucher des Gemeindezentrums und die Bewohner des Stadtteils mit offenen Armen.
Der neue Eingang mit der überdimensionierten offenstehenden Tür sendet ein deutliches Signal in den Stadtteil. Hier steht das neue Stadtteilzentrum der offenen Tür.
Über dem Cafe entsteht ein großer ganztägig genutzter und dreiseitig belichteter Multifunktionsraum, der “große Gruppenraum” mit angelagerter Küche. Die Fenster dieses Raums werden zur Kirche und zum Vorplatz hin vergrößert. Hier kann morgens der Müttertreff stattfinden, hier können Kinder toben, mittags kann gemeinsam am großen Küchenblock gekocht werden, Ernährungsberater können hier Kurse abhalten, abends probt der Kirchenchor, ...
- und immer bleibt St. Johannes im Blick.
Im ersten Bauabschnitt wird dieser Raum zur Winterkirche. Der große Küchentisch wird zum Altar.
Materialien und NachhaltigkeitDie alte Post ist ein ruhiges bescheidenes Gebäude mit angenehmen Proportionen, das eine Umnutzung mit wenigen Eingriffen erlaubt. 1966 gebaut, trägt es ein Sandsteinsgraffito mit dem inzwischen nicht mehr vorhandenen Hochofenwerk und den Werften, der Grundlage des Entstehens des Arbeiterstadtteils Kücknitz. Dieses Zeitzeugnis für Kücknitz und der Geist des alten Postgebäudes sollen erhalten bleiben.
Die neue Fassade setzt auf Nachhaltigkeit in jeder Hinsicht:
20 cm Mineralwolldämmung, Holz-Aluminiumfenster mit Dreifachverglasung und eine neue Ziegelwand machen das Haus fit für die Zukunft
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